Lovozero ist ein Zentrum der samischen Kultur und das wichtigste samische Zentrum in Russland. Vor der Weiterfahrt nach Murmansk machten wir noch einen Spaziergang durch Lovozero, um das dortige Samenmuseum zu (be)suchen.
In einem Garten irgendwo in Lovozero
Blick in die Kuppel des samischen Versammlungshauses in Lovozero
Zunächst hielten wir das samische Versammlungshaus für das Museum und wunderten uns, dass dort keine Ausstellung war und auch niemand, der uns durch das Museum führen könnte.
Die samische Flagge
Nach einiger Suche im Ort fanden wir irgendwann doch noch das Museum. Die Besichtigung dauerte nicht allzu lang, weil alles nur in russisch beschriftet ist, was uns nicht wesentlich weiterhalf.
Modell einer Rentier-Sortieranlage im Museum
In solchen Hütten lebten (und leben) die Samen
Im Museum kauften wir noch samische Holzbecher als Geschenk und Dankeschön für Dan und Karen, die die Tour so hervorragend organisiert und gute Nerven bewiesen hatten, wenn es mal wieder keinerlei Informationen über die Unterkunft gab und niemand wußte, wie wir ans jeweilige Tagesziel kommen könnten.
Die Kinder freuten sich über unsere Luftballons
Bevor wir Lovozero verlassen konnten, bekamen wir auf dem Parkplatz Besuch von einer Kindergartengruppe. Den Kindern konnten wir mit mitgebrachten Luftballons eine Riesenfreude machen.
Das Wetter sah manchmal bedrohlich aus
Und heute war nochmal Helge dran mit einer Panne. Sein Ölfilter hatte sich gelockert, so dass er viel Öl verlor. Das mußte noch vor der Abfahrt werden.
Unterwegs waren alle etwas genervt, weil wir an diesem Tag ziemlich schlecht vorwärts kamen.
Zitat Klaus: "Wir dürfen nicht so schnell fahren, sonst kommen wir nicht auf unsere 8 Stunden Fahrzeit".
Je mehr wir uns Murmansk näherten, desto kühler wurde es. Irgendwann fragte Blacky nach Eisbären.
Here we are...
In Murmansk war die Temperatur unter 10°C. Die Leute im Hotel erzählten uns, dass dieser Sommer ungewöhnlich kalt sei, bisher nur 1 wirklich warmer Tag mit 27°. Es war kaum zu glauben, aber das war erst ein paar Tage her.
Abends wollte Blacky seine Ente noch umparken, dabei fiel ihm das Zündschloß entgegen. Das ist aus Sicht der Elektrik kein Problem, aber wenn das Lenkradschloß einrasten würde, könnte er nur noch im Kreis fahren. Jetzt war eine schnelle Lösung gefragt. Das Visum war nur noch einen Tag gültig und die Ente mußte deshalb unbedingt morgen die gut 200km bis zur Grenze nach Norwegen fahren.
Diese Treppe wird wohl noch benutzt
Die fortgeschritteneren Schrauber demontierten das Lenkradschloß so weit, dass es nichts mehr zum Einrasten gab, so konnte Blacky auf dem Hotelparkplatz wieder Achter fahren. Es war gut, dass das am Abend auffiel und nicht erst am nächsten Morgen. Das wäre sonst ganz schön hektisch geworden.
Vieles verfällt langsam
Abends sahen wir uns noch ein Stück von Murmansk an. Auch Murmansk ist eine häßliche Industrie-, Fischerei- und Militärstadt und keine Reise wert. Wir haben die Stadt jetzt einmal gesehen, das ist auf jeden Fall genug.
Die Holztassen hätten sie wahrscheinlich noch selber gekauft
Ausklingen ließen wir den Tag in der Hotelbar und im Restaurant. Dan und Karen bekamen die Holztassen geschenkt, dabei gings recht lustig zu.
Interessant, was man alles nicht mit in die Hotelbar bringen darf
It is not necessary to be crazy but it helps...
Letzte Änderung 21.06.2020
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